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Verbraucher-Reportage · Hobby & Freizeit

Ein Fund, den ein Mann mit einem Metalldetektor an einer Straße am Waldrand machte, wurde in Deutschland zum Gesprächsthema

Was als gewöhnlicher Spaziergang entlang einer wenig befahrenen Landstraße am Waldrand begann, führte für einen 62-jährigen Hobbysucher aus der Eifel zu einem bemerkenswerten Fund – und einer Schätzsumme, mit der er selbst nicht gerechnet hatte.

Ein Mann mit Metalldetektor an einer Straße am Waldrand, neben einem geparkten Geländewagen
Bernd R. an dem Straßenabschnitt am Waldrand, an dem er seinen Fund machte. Die kleine Grube am Bankett ist noch deutlich zu erkennen.

Es war einer dieser stillen, leicht diesigen Vormittage im Frühjahr, als Bernd R. (62) aus einem kleinen Ort in der Eifel wie so oft seine festen Stiefel schnürte, den Klappspaten in den Rucksack packte und mit seinem Metalldetektor zu einer alten Landstraße am Waldrand fuhr. „Für mich ist das kein Sport, das ist Erholung", sagt er. „Das leise Rauschen der Bäume, das gleichmäßige Ticken im Kopfhörer – dabei komme ich zur Ruhe."

Vom Sessel in die Natur – ein Hobby, das den Alltag verändert

Vor gut drei Jahren, kurz nach seinem Renteneintritt, fiel Bernd in ein Loch. „Man hat plötzlich viel Zeit und keinen Plan, was man damit anfangen soll." Ein Nachbar, selbst leidenschaftlicher Sondengänger, überredete ihn schließlich zu einem gemeinsamen Ausflug. Seitdem ist er drei- bis viermal pro Woche unterwegs – entlang alter Landstraßen, auf abgeernteten Feldern und an Waldrändern.

Was er in den letzten Monaten so alles fand, klingt zunächst wenig spektakulär:

„Das meiste ist Kleinkram", sagt Bernd mit einem Lächeln. „Aber es geht mir auch gar nicht ums Geld. Es geht ums Draußensein und um die kleinen Geschichten hinter jedem Fundstück."

Dann kam ein tiefes, kräftiges Signal aus dem Boden am Straßenrand

An jenem Sonntag lief er ein Stück weiter am Bankett der schmalen Landstraße entlang als sonst – dort, wo der Waldrand fast bis an den Asphalt heranreicht. „Plötzlich hörte ich einen satten, tiefen Ton, ganz anders als das dünne Piepen einer Bierkapsel." Sein Pinpointer zeigte an: das Objekt lag rund 40 Zentimeter tief. Vorsichtig grub er über zwanzig Minuten, immer wieder nachmessend, um es nicht zu beschädigen.

Ein alter Metallgegenstand mit grünlicher Patina neben einer kleinen Schaufel auf Waldboden
Der Fund: ein schwer patiniertes Bronzeobjekt, vermutlich Teil einer Postkutschen- oder Wagenausstattung aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Zum Vorschein kam schließlich eine kleine, schwere Bronzeglocke, etwa 17 Zentimeter hoch, überzogen mit einer grünlichen Patina – vermutlich eine Signal- oder Kutschenglocke aus den frühen 1900er-Jahren, wie sie an Fuhrwerken entlang solcher Landstraßen üblich waren.

„Ich saß einfach da am Waldrand und hielt dieses Ding in den Händen. Die feuchte Erde bröckelte zwischen meinen Fingern, und ich musste lachen wie ein Kind. So einen Moment vergisst man nicht."

Die Einschätzung der Experten

Wie bei jedem ungewöhnlichen Fund meldete sich Bernd noch am selben Abend bei der zuständigen Denkmalschutzbehörde und schickte Fotos. Wenige Tage später kamen ein Sachverständiger und ein unabhängiger Sammlerschätzer vorbei.

Ihre Einschätzung: Die Glocke stammt vermutlich aus den 1920er-Jahren und gehörte zur Ausrüstung eines Fuhrwerks oder einer kleinen Kutsche. Eine denkmalpflegerische Bedeutung besteht nicht. Es handelt sich um ein reines Sammlerobjekt – das aber seinen Preis hat. Die geschätzte Sammler-Verkaufssumme: rund 3.900 €.

„Verkauft habe ich sie bislang nicht", sagt Bernd. „Sie steht bei mir im Regal. Etwas in den Händen zu halten, das jahrzehntelang unter der Erde am Waldrand lag – das ist für mich mehr wert als der Betrag."

Warum immer mehr Deutsche das Sondengehen für sich entdecken

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Fortgeschritten
Modelle mit Bodenabgleich und Diskriminierung
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Zubehör
Pinpointer, Kopfhörer, Spaten, Fundtasche
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